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„Der Kurs findet dann heute Nacht statt….“, meint Etienne, als am 8.4. um 10 Minuten nach 9 noch immer der Traktor zum abziehen über den großen Reitplatz fährt. Entschädigt werden wir für den etwas ungeplanten Start des zweitägigen Kurses mit Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen am ersten Tag.
Zu den ‚üblichen Verdächtigen‘ unter den Kursteilnehmer haben sich diesmal noch drei Kinder bzw. Jugendliche gesellt, denn eigentlich sollte vor allem diese Altersgruppe angesprochen werden. Wegen der wenigen Anmeldungen blieben nun aber noch genug Plätze für die erwachsenen Kursbegeisterten.
Mit dem Drahtesel pendelt unser Trainer vom großen zum kleinen Reitplatz, wo der Nachwuchs reitet, und wieder zurück; in der Mittagspause muss er auch schon mal aus der Toilette befreit werden… Und wenn er mal selbst aufs Pferd will, dann heißt es meist nur kurz: „Darf ich mal drauf? Ich muss da mal was klären.“ Und schon geht’s los im flotten Galopp – „Hü, Lotte, wir sind doch hier nicht bei ‚Wünsch Dir was‘!“
Am Donnerstag klingt der Abend gemütlich bei Lagerfeuer vorm Saloon aus. Der zweite Tag ist leider nicht so sonnig und warm, dafür bleiben wir wenigstens trocken, ein echter Luxus im Vergleich zum verregneten Oktoberkurs.
Freundlicher Gesichtsausdruck, lächeln, atmen, locker sitzen: wäre ja auch viel zu einfach, wenn man nur die Übung richtig reiten müsste… Aber wie jedes Mal schafft es Etienne, dass Pferd und Reiter am Ende des zweiten Tages neue Erfolge verzeichnen können und mit dem Gefühl weiter machen, wieder etwas gelernt zu haben. Nun können wir weiter fleißig üben, üben, üben – der nächste Kurs kommt bestimmt, so oft wie Etienne uns in letzter Zeit in Leipzig besucht hat!
Claudia Kasten







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